Pflanzenproduktion: Reto Raselli wird auch „Der Kräuterkönig“ genannt – warum wird schnell klar, wenn man die ausgedehnten Blumen- und Kräuterfelder in Le Prese sieht.

Der Landwirtschaftsbetrieb setzt beim Kräuter- und Gemüseanbau schon seit Jahren komplett auf Bio-Qualität. Die Felder in Le Prese werden mit viel Sorgfalt und nach den strikten Regeln der biologischen Anbauweise bestellt, um höchste Qualität zu garantieren.

Kräuter und Blumen

Kräuter und Blumen

Der Betrieb produziert eine vielfältige Auswahl an Bio-Kräutern und Blumen. Die Pflanzen werden maschinell oder von Hand geerntet und schonend an der Bergluft getrocknet. Sie gehen an regionale Läden und an wichtige Schweizer Firmen (Coop Naturaplan, Ricola, Kennel, Pro Montagna, Bio Force) und gelangen schliesslich teils in zerkleinerter, gemischter und abgepackter Form in die Verkaufsregale.

  • Apfelminze: Apfelminze ist lieblicher und milder als andere Minzenarten und duftet fein nach Apfel und Minze.

  • Arnika: Arnika ist ein natürliches Schmerzmittel. Die leuchtend gelbe Blume wächst vor allem in den Bergen.
     
  • Basilikum: Ob es daran liegt, dass Basilikum appetitanregend wirkt, oder an seinem unverwechselbaren Geschmack – in der mediterranen Küche ist das Gewürz nicht wegzudenken.

  • Bohnenkraut: Wie der Name schon verrät verwendet man Bohnenkraut vor allem zur Würzung von Bohnengerichten aller Art, die dadurch auch besserbekömmlich werden.

  • Brennnessel: Brennnessel-Tee wirkt anregend auf Appetit und den Stoffwechsel. Der Körper wird gereinigt, entwässert und entgiftet. 

  • Edelweiss: Die Nutzung des Edelweißes als Heilpflanze bei Verdauungs- und Magenbeschwerden hat eine lange Tradition.

  • Goldrute: Die Goldrute ist vor allem für ihre positive Wirkung auf die Nieren und Harnwege bekannt.

  • Holunderblüte: Aus Holunderblüten lässt sich köstlicher Sirup herstellen. Ein Tee aus den weissen Blüten hilft ausserdem bei Erkältung.

  • Frauenmantel: Das Kraut fördert die Wundheilung und wirkt ausgleichend und schmerzlindernd, z.B. bei Regelschmerzen.

  • Kamille: Die Kamille ist berühmt für ihre beruhigende Wirkung. Kamillentee hilft bei Schlaflosigkeit oder gegen Bauchschmerzen.

  • Kornblumen: Die roten und blauen Blüten der Kornblume sehen nicht nur schön aus, sie wirken im Tee auch beruhigend auf den Magen und die Schleimhäute.

  • Liebstöckel: Liebstöckel schmeckt kräftig würzig und wird wegen seines Aromas auch „Maggikraut“ genannt. 

  • Majoran: Schon bei den alten Römern gehörte Majoran zu den beliebtesten Küchenkräutern.

  • Malve: Malventee entfaltet seine heilende Wirkung vor allem bei Entzündungen der Atemwege.

  • Orangenminze: Die Orangenminze gehört in die Familie der Minzen und zeichnet sich durch ihre feine Orangen-Duftnote aus.

  • Oregano: Oregano ist gesund und wirkt antibakteriell. Ausserdem sorgt es in vielen mediterranen Gerichten für die richtige Würze. 

  • Petersilie: Petersilie ist nicht nur lecker, sie hat auch einen hohen Vitamin C Gehalt und hilft sogar gegen Frühjahrsmüdigkeit.

  • Pfefferminze: Der erfrischende Duft und Menthol-Geschmack belebt den Geist. Ein Pfefferminztee wirkt ausserdem beruhigend bei Magenbeschwerden.

  • Ringelblume: Die bunten Blüten der Ringelblume geben jeder Kräutermischung eine besondere Note. Ringelblumentee hilft ausserdem gegen Kopfschmerzen.

  • Rose: Rosen eignen sich nicht nur als romatisches Geschenk, der Tee aus ihren Blütenblättern stärkt Herz und Nerven.

  • Salbei: „Salbei“ bedeutet frei aus dem Lateinischen übersetzt „heilendes Kraut“. Ein Tee aus Salbeiblättern lindert Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit. 

  • Schafgarbe: Seit der Antike ist Schafsgarbe vor allem bei Frauen wegen ihrer schmerzstillenden und entkrampfenden Wirkung sehr beliebt.

  • Sonnenblume: Die Sonnenblume ist ein wahres Power-Mittel. Ihr Anblick macht fröhlich und als Tee zubereitet stärkt sie die Abwehrkräfte und die Kerne haben eine vitalisierende Wirkung.

  • Spitzwegerich: Spitzwegerich wächst überall und wirkt wunderbar beruhigend bei Insektenstichen. Als Tee zubereitet hilft er bei Atemwegsbeschwerden und stärkt die Abwehrkräfte.

  • Thymian: Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Alleskönner. Seine grössten Stärken sind seine entzündungshemmende Wirkung und sein heilsamer Einfluss auf die Atmungsorgane.

  • Verveine: Verveine Tee ist aromatisch und wirkt wohltuend, stressmindernd und krampflösend auf Körper, Seele und Geist. 

  • Zitronenmelisse: Die angenehm duftende Zitronenmelisse schmeckt erfrischend zitronig und hat eine beruhigende Wirkung auf angespannte Nerven.

  • Zitronenthymian: Neben dem fein-zitronigen Aroma hat der Zitronenthymian auch Heilwirkung. Er wirkt zum Beispiel entzündungshemmend und lindert Husten und Heiserkeit.

    Weiterverarbeitet werden die Kräuter in der Erboristeria Biologica.

Gemüse

Der Gemüseanbau bildet eine natürliche Ergänzung zum Kräuteranbau. Auf den Feldern wechseln Gemüse und Kräuter in einem schonenden Rotationszyklus, der dem Boden genug Zeit lässt, um sich zu regenerieren. Das Gemüse wird vor allem für den Eigenbedarf der Familie Raselli und in der Küche des nahegelegenen Hotel von Bruno Raselli verwendet. Auch ein Grossteil der Futtermittel für die Tiere stammt aus eigener Produktion.

Seit kurzem wird auch Buchweizen angebaut, die wichtigste Zutat für die berühmte Lokalspezialität Pizzoccheri.

Viehzucht: Der Betrieb in Le Prese ist so angelegt, dass er den Lebensbedürfnissen der Tiere voll und ganz gerecht wird.

Die Tiere können sich auf einer grossen Fläche ausserhalb des Bauernhofs bewegen und haben freien Zugang zum Stall. Sie schlafen auf Stroh und werden fast ausschliesslich mit Produkten des eigenen Betriebs gefüttert. Die Kühe verbringen den Sommer auf den saftigen Bergwiesen der Alp. Diese artgerechte Haltung garantiert auch höchste Qualität der Fleischerzeugnisse, die allesamt mit einem Bio- oder Slowfood-Label ausgezeichnet sind. 

Mutterkühe

Die Familie Raselli hat sich auf die Zucht des Rhätischen Grauviehs spezialisiert. Diese heimische Rasse wurde kürzlich wieder in Graubünden eingeführt und steht unter dem Schutz der Pro Specie Rara. Die Mutterkühe haben viel Freiraum und ernähren ihre Kälber auf natürliche Art.

Das Rhätische Grauvieh eignet sich im Speziellen für die Zucht im Gebiet des Valposchiavo. Um die Fleischproduktion zu verbessern, wird das Rhätische Grauvieh aber auch mit anderen Rassen gekreuzt. Der Betrieb produziert ausschliesslich Bio-Fleisch, z.B. für die Linie "Natura Beef" oder das Label "Bio Weide-Beef".

Mastschweine

Die Schweine werden in Le Prese artgerecht gehalten und sind vor Allem für den Handel bestimmt – gehen aber auch an private Abnehmer, denn im Valposchiavo ist die „Hausmetzgete“ (Schweineschlacht zu Hause) noch immer sehr beliebt.

Gemeinsam mit anderen Betrieben aus dem Valposchiavo stellt Raselli zudem feine Wurstwaren wie die „Furmagin da Cion“ her, die mit dem Geniesser-Label „Slowfood“ und „Bio Suisse“ prämiert wurde.

         

Legehennen

An die hundert Legehennen scharren frei in den Feldern um den Bauernhof. Die fleissigen Hühner garantieren eine stetige Produktion, die regelmässig die Hotels und Geschäfte der Region mit frischen Bio-Eiern versorgt.

Esel und Pferde

Die Pferde der Familie Raselli sind verlässliche Begleiter für lange Ausflüge in die schöne Natur des Alpentals. Doch die langohrigen Esel sind die Lieblinge aller grossen und kleinen Besucher. Sie vervollständigen mit den Pferden auf harmonische Art und Weise die Tierpräsenz auf dem Bauernhof.